Öffentlichkeitsveranstaltung am 16.03.2026 in Vettweiß

Rund 40 Bürgerinnen und Bürger kamen am 16. März in der Bürgerbegegnungsstätte Vettweiß zusammen, um sich im Rahmen der Öffentlichkeitsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung mit diesen Fragen zu beschäftigen.
Zum Auftakt begrüßte Bürgermeister Joachim Kunth die Teilnehmenden und ordnete die Wärmeplanung als wichtigen Schritt für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde ein.
Im Anschluss stellte das Team Wärmewende der e-regio in einem Impulsvortrag die wesentlichen Ergebnisse der bisherigen Analysen vor. Dabei wurde unter anderem die aktuelle Wärmeversorgung im Gemeindegebiet eingeordnet: Rund 38 % des Wärmebedarfs werden derzeit durch Erdgas gedeckt, etwa 36 % durch Heizöl. Erneuerbare Energien, beispielsweise Biomasse, tragen aktuell rund 13 % zur Wärmeversorgung bei. Zudem wurden die identifizierten Potenziale zur Reduktion des Wärmebedarfs vorgestellt. Auf Grundlage der getroffenen Annahmen kann der Gesamtwärmebedarf bis zum Jahr 2045 von derzeit etwa 51 GWh auf rund 45 GWh gesenkt werden.
Viele Teilnehmende interessierten sich zudem für die aktuellen Entwicklungen auf Bundesebene, insbesondere im Zusammenhang mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz. Dieses soll voraussichtlich ab dem 01. Juli 2026 gelten, wobei die bisher bekannte 65-Prozent Vorgabe wegfallen soll. Für die kommunale Wärmeplanung in Vettweiß ergeben sich hieraus nach aktuellem Stand keine grundlegenden Änderungen, da diese bereits bewusst flexibel und technologieoffen angelegt ist.
Öffentliche Auslegung im April
Der Rat der Gemeinde Vettweiß hat einen entsprechenden Beschluss gefasst und der Abschlussbericht der kommunalen Wärmeplanung wird im Zeitraum vom 01.04.2026 bis zum 30.04.2026 öffentlich ausgelegt. In diesem Zeitraum besteht die Möglichkeit, Stellungnahmen einzureichen. Weitere Informationen sowie alle zugehörigen Unterlagen wie die Präsentation finden sich auf der Wärmewendeplattform: vettweiss.deine-waermewende.de.

Darüber hinaus wurden verschiedene Versorgungsansätze eingeordnet. Diese reichen von individuellen, dezentralen Lösungen bis hin zu möglichen zentralen Optionen wie Wärmenetzen. Ein zentraler Punkt: Die kommunale Wärmeplanung gibt eine strategische Richtung vor, trifft jedoch keine verbindlichen Festlegungen für einzelne Gebäude oder Haushalte. Vielmehr dient sie als Grundlage, um zukünftige Entscheidungen besser einschätzen zu können.

Nach einer kurzen Fragerunde im Anschluss an den Vortrag lud der „Marktplatz der Themen“ zum direkten Austausch ein: An mehreren Ständen konnten Bürgerinnen und Bürger direkt mit Fachleuten ins Gespräch kommen – etwa zu Sanierung im Bestand, Heizungswechsel, der Rolle und die Entwicklung der Energieinfrastruktur, sowie zu Aktivitäten der Gemeinde im Klimaschutz. Der konstruktive Dialog zeigte, wie groß der Informationsbedarf und wie wichtig der persönliche Austausch bei diesem Thema ist. Transparenz, Information und der offene Dialog sind zentrale Voraussetzungen, um die Wärmewende gemeinsam erfolgreich zu gestalten.